Wie ich meine Produkte auswähle (oder warum teurer nicht immer auch besser bedeutet).

October 3, 2016

Um es gleich mal vorweg zu nehmen, ich war noch nie jemand, der gerne Trends folgt.

Klar, wenn ich bei anderen etwas sehe, das mir gefällt, frage ich schon mal nach, wo derjenige es gekauft hat, aber ich lehne es ab, Dinge zu kaufen, nur weil sie gerade „IN“ sind und ein Promi dafür Werbung macht.

 

Ich gebe zu, dass auch ich hin und wieder von einer schönen Verpackung und einem tollen Design geradezu magisch angezogen werde, aber ich versuche dies nicht zur Gewohnheit werden zu lassen.

 

Was viele Markenprodukte nämlich so teuer macht, ist oft nicht deren bessere Qualität, sondern das Marketing.

Wenn Firma XY z.B. ein angesagtes Model oder eine bekannte Schauspielerin für eine Werbekampagne bucht, dann muss das ja schließlich finanziert werden.

Dazu kommt dann noch Werbung im Fernsehen oder einem beliebten Frauenmagazin.

Der Fotograf muss bezahlt werden, die Visagistin....

Das alles zahlt man mit, wenn man ein teures Markenprodukt kauft.

 

Ich sage jetzt nicht, dass man seine Kosmetik nur noch bei Aldi kaufen sollte, aber man sollte es auch nicht grundweg ablehnen, günstigere Produkte mal zu testen.

Gerade was die Inhaltsstoffe angeht, haben diese nämlich bei Stiftung Warentest oft besser abgeschnitten als die teure Konkurrenz.

Was einem nämlich z.B. ganz oft auffällt, ist der tolle Geruch der Luxusprodukte.

Gerade stark parfümierte Produkte können aber bei empfindlichen Personen auch Allergien verursachen.

 

Ich bin keine Chemikerin und ein absoluter Laie, was die diversen Inhaltsstoffe mit ihren komplizierten Namen angeht, aber ich versuche schon seit langem, mich ein wenig genauer mit dem Thema auseinanderzusetzen. Sowohl der Umwelt, als auch mir und meinen Kunden zu liebe.

 

Ich habe z.B. vor ein paar Jahren einen Bericht gesehen, in dem es um einen Inhaltsstoff in Wimperntusche ging, der als krebserregend gilt.

Ich war geschockt, da man ja gerade am Auge keine aggressiven Produkte nutzen möchte.

 

 

 

Der besagte Inhaltsstoff nennt sich Triethanolamin.

Während der Verarbeitung und durch die Kombination mit synthetischen Konservierungsstoffen können sich in den Kosmetikprodukten sogenannte Nitrosamine bilden.

Das sind Stoffe, die im Verdacht stehen, Leber, Nieren und Erbgut zu schädigen, und somit zu den krebserregendsten Stoffen überhaupt zählen.

 

Seit dem ich dies weiß, achte ich beim Kauf von Wimperntusche darauf, keine mit dem Inhaltstoff Triethanolamin zu erwischen.

Mir ist jedoch aufgefallen, dass gerade viele der ganz teuren und sehr beliebten Mascaras ihn enthalten.

Ich will jetzt keine Namen nennen, aber man kann sich ganz einfach auf der Seite www.codecheck.info über die Inhaltstoffe seines Lieblingsprodukts informieren.

 

Was die Qualität von sogenannten „Highend“ Kosmetikprodukten (also teuren Marken) angeht, so habe ich auch da schon so manche Enttäuschung erlebt.

Man hat ja doch recht hohe Erwartungen, wenn man beispielweise mehr als 20 Euro für einen Lippenstift oder eine Wimperntusche ausgibt.

Ich bin daher sehr kritisch geworden, und gebe gerne auch mal einem Drogerieprodukt eine Chance, das vielleicht nur einen Drittel des Preises kostet, aber mich oftmals sogar mehr überzeugt hat.

Die Lippenstifte, Lipliner und Eyeliner der Eigenmarke von dm (P2) kann ich z.B. guten Gewissens empfehlen.

Die Haltbarkeit ist super, das Tragegefühl ist angenehm, und es gibt immer eine große Farbauswahl.

Ich probiere die Produkte in meinem Sortiment immer erst an mir selbst aus, bevor ich damit meine Kunden schminke.

Oft genug kommt es dann vor, dass ich die Sachen doppelt kaufen muss, weil ich sie auch für mich selbst haben möchte.

 

Wer also einen Blick in meinen Schminkkoffer wirft, der wird eine bunte Mischung aus teuren Marken und Drogerieprodukten finden.

Ich weiß, dass es Make-Up Artists gibt, die fast nur mit einer bestimmten Marke schminken, aber davon halte ich nichts.

Ich habe noch keine Kosmetikmarke gefunden, von der mich wirklich jedes Produkt überzeugt hätte.

Was den Alltagstest nicht besteht, fliegt gnadenlos raus, auch wenn es sich um ein Markenprodukt handelt.

 

Wer mich bucht, und von mir geschminkt wird, kann mir gerne Löcher in den Bauch fragen.

Ich gebe jederzeit gerne meine Erfahrungen weiter und berate meine Kunden auch für ihren nächsten Einkauf.

 

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